Ökologisches Engagement
Ökologisches Engagement in der Firma
Abfall: Unser Grünabfall aus dem Lager wird zu 100% durch den Entsorgungsfachbetrieb recycelt. Aus den organischen Reststoffen entsteht durch den Gärprozess Biogas. Das gewonnen Gas wird bei dem Blockheizkraftwerk des Entsorgers in Strom und Wärme umgewandelt und zum Teil für eigenen Bedarf genutzt oder als kostenkosten- günstige regenerative Energie ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Gärreste werden dann als nährstoffreicher Dünger regional verwendet. Im Büro trennen wir Abfall nach Bio-Abfall, LVP, Glas, Papier und Restmüll. Die Bio-Abfälle werden in Bio-Energie umgewandelt.
Chemikalienmanagement: Beim Einkauf von Reinigungsmitteln und Betriebshilfsstoffen achten wir auf Umweltverträglichkeit.
CO2 Bilanzierung: Eine CO2-Bilanzierung nach der Science Based Targets Initiative (SBTi) für unser Unternehmen ist für 2026 geplant. CO2-Bilanzierungen für ausgewählte Produkte sind im Gespräch.
CO2-Reduktion: Wir setzen verstärkt auf Online-Meetings, um Reisen zu reduzieren, und finanzieren das Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr. Den standardgemäßen Handel mit Flugware schließen wir aus. Auch andere Maßnahmen in diesem Abschnitt (2.1) dienen der CO2-Reduktion.
Engagement in die Vermarktung gesünderer Lebensmittel: Zusätzlich zu den Bio-Kontrollen untersuchen wir unsere Ware aus kontrolliert biologischem Anbau in unabhängigen, akkreditierten Laboren auf Schadstoffrückstände. Unser IFS-zertifiziertes Qualitätsmanagement führt einen engmaschigen Analysenplan.
Kühlungssystem: Für das Kühlungssystem fürs Lager verwendet der Betreiber das Kältemittel R-723. Laut Deutschlands zentraler Umweltbehörde UBA gilt R-723 als umweltfreundlich. Das Gemisch hat kein Ozonabbaupotenzial und es erzeugt einen lediglich sehr geringen, direkten Treibhauseffekt. Laut dem Betreiber gibt es keinen Kältemittelverlust. Das System wird regelmäßig gewartet / auditiert.
Ökostrom und erneuerbare Energien: Unser Büro bezieht 100% Ökostrom und unser Lager wird mit einem Strom-Mix versorgt (als Mieter haben wir keinen Einfluss auf die Tarifwahl).
Ressourcenschonung: Wir verwenden ausschließlich Recyclingpapier im Büro. Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, kaufen wir nur auf Bestellung ein und setzen auf langfristige Anbauverträge und eine gute Kommunikation mit den Lieferanten. Lebensmittelüberschüsse spenden wir an die Münchner Tafel und die Community Kitchen München.
Transport: Wir verfügen über keinen eigenen Fuhrpark. Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit unseren Dienstleistern bezüglich nachhaltigem bzw. CO2-neutralem Transport.
Umweltdaten: Wir sammeln und dokumentieren Daten zum Verbrauch von Strom, Diesel, Wasser, Papier, Abfall.
Verpackung: Je nach Kundenwunsch wird Ware der Abteilung frisches Obst- und Gemüse in Einweg-Leichtholzkisten oder Mehrweg-Plastik IFCO Paletten transportiert. Unsere Vielzahl an haltbaren Produkten kommen bereits verpackt bei uns an und werden so weiterversendet. Abgesehen von wenigen Ausnahmen auf Kundenwunsch (ca. 4 % vom Gesamtumsatz) verpacken wir nicht selbst. Unser größter anfallender Plastikaufwand entsteht bei der Sicherung der Frischware-Paletten mit Wickelfolie, um diese beim Transport vor Schäden – und somit Verlust – zu schützen. Wir sind auf der Suche nach nachhaltigen Materialien oder alternativen Systemen.
Wasserqualität/-verbrauch und Luftqualität: Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit unseren Produzenten, um Qualität und Verbrauch zu optimieren.
Wesentliche Umweltthemen: Biodiversität, Energieeffizienz, CO2-Reduktion, Abfallmanagement.
Ökologisches Engagement entlang der Lieferkette
100% EU-Bio-zertifizierte Lebensmittel: Unsere Geschäftstätigkeit basiert auf dem Import und Handel von Lebensmitteln aus ausschließlich kontrolliert biologischem Anbau (EU-Bio), um eine zukunftsfähige Lebensmittelproduktion zu unterstützen. Ferner handeln wir Bio Suisse, Naturland, Fairtrade und Demeter zertifizierte Ware.
Beratung: Wir sensibilisieren unsere Lieferanten für Themen der Ökologie und der Arbeitsbedingungen und beraten sie bspw. hinsichtlich des Einsatzes von regenerativer Energie, Recycling von Plastik, Heckenpflanzungen und Ökoausgleichsflächen. Chemikalienmanagement: Der Einsatz von Chemikalien ist im Bio-Anbau verboten, was zum Schutz menschlicher Gesundheit und der Artenvielfalt beiträgt.
Engagement unserer Lieferanten: 80% unserer Lieferanten engagieren sich aktiv für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (insbes. Einsatz von Solar- und Photovoltaikanlagen, Zertifizierungen sowie nachhaltige Landwirtschaftspraktiken).
Förderung nachhaltiger Entwicklung: Wir unterstützen regionale Anbauprojekte durch Anstoß, Begleitung und Unterstützung bei Umstellung auf kontrolliert biologischen Anbau, (Vor-) Finanzierung der Bio-Zertifizierung, Ernte-Anzahlungen, Beauftragung lokaler Interessenvertreter und Auditoren, Beratung in den Bereichen Anbau, Anbauplanung und Qualitätssicherung, Unterstützung bei Erfüllung von Bio-Auflagen, z.B. durch Einblick in Zertifizierungs-Unterlagen, Unterstützung vor Ort bei Qualitätsproblemen, Ermittlung von Behebungsmaßnahmen und Begleitung der Durchführung, gegenseitige Besuche, Kennenlernen und Verstehen des lokalen Bio-Markts.
Pionierarbeit und exklusive Anbauprojekte
Pionierarbeit:
- 1999 erste Versuche mit Bio-Tiefkühlware
- 2001 sind wir die ersten, die mithilfe engagierter chinesischer Kleinbauern Fairtrade-zertifizierten Tee aus Dazhangshan in China importieren.
- 2006 sind wir der erste Importeur für ägyptische Bio-Erdnüsse in Deutschland.
- 2009 sind zwei unserer Anbauprojekte für Sojabohnen die ersten in China, die eine Naturland-Zertifizierung erhalten haben.
- Im gleichen Jahr startet auch das erste Fairtrade Erdnuss Projekt in China unter der Regie der Naturkost Ernst Weber GmbH.
- 2010 sind wir die erste Bio-Firma mit der IFS Broker-Zertifizierung.
- Im gleichen Jahr werden zwei unserer Anbauprojekte in China erstmalig nach dem neuen FLO Standard für Sojabohnen zertifiziert.
- 2019 wird das Tee-Projekt in Dazhangshan, China, mit dem Carlo Scarpa Preis ausgezeichnet - die erstmalige Verleihung dieses internationalen Preises für nachhaltige Landschaftsarchitektur an einen Teegarten.
- 2024: Erste Naturland Zertifizierung für Sojasauce (Shoyu / Tamari) – gemeinsames Projekt mit Dalian ZhengYe
Exklusive Anbauprojekte:
Bio Erdnuss Projekt, China – seit 1996
- 2009 erstes Fairtrade Erdnuss-Projekt in China
- Seit 2016 Bio Suisse zertifiziert
- 188 Bauernfamilien, Gesamtfläche: 2.149 ha
- Produkte: Erdnüsse, Mais, Süßkartoffel, Weizen, Ingwer
- Erdnussproduktion > 6.000 MT / Jahr
Bio-Tee aus Dazhangshan, China – seit 1997
- 2001 erstes Fairtrade Projekt in China
- 2009 erste Naturland Zertifizierung in China (ein Teegarten)
- Lage / Umfang: Südchina, nördliche Provinz Jiangxi / 12 Bio-Teefarmen, 1.500 Kleinbauern, Gesamtfläche: 800 ha
- Bio-Jasmin Farm und Aromatisierungsfabrik in der Provinz Guangxi
- Weitere internationale Zertifizierungen, wie z. B.
- NOP in den USA
- JAS in Japan
- Bio Suisse in der Schweiz
- Rainforest Alliance
- Teeproduktion > 1.000 MT / Jahr
Bio Erdnuss Projekt, Ägypten – seit 2006
- Seit 2018 Aufbau eines Demeter-zertifizierten Projekts in der Wüste Owaiynat
- Soziale Projekte (z. B. Frauen-Alphabetisierungsprojekt) im Rahmen von GIZ Econowin
- 1.130 ha, davon auf 35 Feldern Bio- und auf 8 Feldern Demeter-Qualität.
- Erdnussproduktion > 7.000 MT / Jahr